Macht, Gewalt und Sprache im digitalen Zeitalter



Macht wirkt in allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie ist ein Ordnungsprinzip, ohne das die Welt ins Chaos stürzen würde. Die Sprache ist ein zentrales Instrument, durch die sich Macht äußert. So wie Macht in Machtmissbrauch und Gewalt ausarten kann, so leicht kann aus Sprache verbale Gewalt werden. Sich über jemanden lustig machen, ihn diffamieren und diskriminieren, ihn bedrohen, herabsetzen, mobben, beschimpfen, verspotten, bloßstellen oder mit Worten ausgrenzen – all dies sind Formen verbaler Gewalt. Im digitalen Zeitalter lässt sie sich zusätzlich rasch und flächendeckend verbreiten.

Der Sprachwissenschaftler Peter Schlobinski wirft in seinem Vortrag einen Blick auf die Zusammenhänge von Macht, Gewalt und Sprache und führt dabei neben historischen Beispielen vor allem solche aus der Welt der neuen Medien an.

 

Referent: Prof. Dr. Peter Schlobinski, Professor für germanistische Linguistik am Deutschen Seminar der Leibniz-Universität Hannover, Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache

Zeit: Montag, 26. März 2018, 20 Uhr

Ort: Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann, Armando-Diaz-Straße 8, Bozen

Eintritt frei

 

Eine gemeinsame Veranstaltung der Gesellschaft für deutsche Sprache/Zweig Bozen, der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut und der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann