Der Kabarettist und Fernsehmoderator Dirk Stermann beweist auch als Autor Humor. Sein Roman „Die Republik der Irren“ ist „wirklich ein irres Buch – ungeheuer lesenswert!“ (WDR): Bis 1918 gehörte Fiume an der Adria zum Habsburgerreich. Jetzt rücken italienische Freischärler ein, und Gabriele D’Annunzio, Dichter, Kriegsheld und glühender Nationalist, ruft die Republik aus. Hier soll der verrückteste Staat der Geschichte entstehen. Unter D’Annunzios Anhängern: ein gewisser Mussolini und Guido Baron Keller von Kellerer und Wolkenkeller. Der tollkühne Flieger und Utopist ist besessen von einer Idee aus futuristischen Künstlerkreisen: Will man die morsche Welt von gestern zerstören und eine strahlende neue erbauen, braucht es die Sprengkraft des Wahnsinns. Also holt man aus den Irrenhäusern ganz Italiens (möglichst ungefährliche) Patienten, die Minister im neuen Staat werden sollen. Auch der Krankenwärter Cherubino macht sich mit einem freundlichen Axtmörder an die Adria auf – der Morgenröte einer neuen Zeit entgegen, in die Republik der Irren.