Astrid ist Lehrerin und lebt mit Klara zusammen, ihrer deutlich jüngeren Lebensgefährtin – und ehemaligen Schülerin. Die beiden teilen sich eine Wohnung, und auch eine gemeinsame Erzählung über den Beginn ihrer Beziehung. Berufliches und Privates soll „hygienisch“ voneinander getrennt gehalten werden. Doch dann kommt Astrids Vorgesetzter und Schulleiter Wolfram Balderkamp auf ein Glas Wein vorbei. In „privater“ Atmosphäre will er schnell eine Sache besprechen: Auf der letzten Klassenfahrt soll es einen „Vorfall“ gegeben haben. Es geht um eine Schülerin: Ellen Babić.
Psychologisch genaue Dialoge, situative Komik und die Schärfe und Aktualität der verhandelten Konflikte zeichnen Marius von Mayenburgs Stücke aus. Mit „Ellen Babić“ hat er ein Kammerspiel über das feine Netz zwischenmenschlicher Abhängigkeiten, unbewusster Machtdynamiken und deren Aushandlungsprozesse geschrieben. Über die deutsche Erstaufführung des Stückes in der Regie von Oliver Reese schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Hervorragende Schauspieler, bissige Dialoge und ein delikater Fall, über den man sich noch angeregt zwei Dinner-Stunden lang unterhalten kann.“








