Gerade im alpinen Raum lässt sich der Wandel der Lebensbedingungen der Menschen sowie der Nutzung der Landschaft besonders deutlich nachvollziehen. Wir alle sind mit den Veränderungen vertraut, die etwa durch die Modernisierung der Landwirtschaft, das Wachstum der Städte und die Abwanderung aus ländlichen Regionen entstanden sind – ebenso jedoch mit den gegenläufigen Entwicklungen wie dem zunehmenden Tourismus und der höheren Mobilität der Bevölkerung.
In seiner fotokünstlerischen Reportage übersetzt der Salzburger Fotograf Kurt Kaindl diese gesellschaftlichen und landschaftlichen Veränderungen aus theoretischen Beschreibungen in eine visuelle Form. Dabei steht der Mensch als Träger und Gestalter dieses Wandels im Mittelpunkt. Ein Großteil seiner Aufnahmen aus Südtirol entstand im ländlichen Raum rund um Bozen, seine Fotografien aus Salzburg stammen ebenfalls aus dem Umland südlich der Stadt. Durch die Gegenüberstellung der beiden Regionen werden charakteristische Unterschiede sichtbar. Die Ausstellung versteht sich als poetische Annäherung an die Lebenswirklichkeit, realisiert mit den Ausdrucksmitteln der klassischen Reportagefotografie.

