…es ist die konfiguration des besuchers. der besucher, der aus diesem projekt abgeleitet werden kann, wird nicht sosehr aus dem inneren eines zuges, eines flugzeuges oder aus dem inneren eines autobusses vor der talstation abgesetzt werden. er wird nicht vom inneren des autobusses in das innere der talstation, in das innere des lifts, in das innere des foyers, in das innere des museums huschen. in projekt 3 wird der besucher des mönchsberges als spaziergänger definiert, als einer der sich über weite strecken im aussenraum befindet und der inneres, gebäudeinneres, als besonderheit aufnimmt. bei genauer beobachtung kann man natürlich die präzision und subjektivität der tektonischen reflexe des projektes lesen, aber irgendwie ist diese tatsache im projektzusammenhang wie eine nachricht aus einer anderen welt. die wesentliche qualität des projektes ist die anmaßung (zugleich ein gefühl umfassender verantwortlichkeit und zuständigkeit), an den verschiedensten stellen, in verschiedenste projekthegemonien korrigierend und kritisierend einzugreifen, im diskursiven mitzuplappern sozusagen – nach genauer anhörung des sachverhalts – konstruktive lösungsvorschläge vorzulegen und diese gegen die schwerkraft durchzusetzen.
(wolfgang tschapeller, auszug juryprotokoll wettbewerb mönchsberg-panoramalift in salzburg, 2003)





