Theater

In der Löwengrube

21.11.2018 ; 20:00 ; Bozen, Waltherhaus
22.11.2018 ; 20:00 ; Bozen, Waltherhaus

von Felix Mitterer


Kunst braucht keine Ahnen
Mitte der 1930er Jahre: Leo Reuss ist als Schauspieler in Berlin erfolgreich, doch als Jude darf er nicht mehr auftreten. Was, wenn sein Spiel nicht mehr jüdisch, sondern arisch wäre? Wäre er dann wieder gut genug für die Bühne? Reuss verändert also sein Spiel, indem er sich selbst verändert: die Haare blond, der Bart voll, der Name Kaspar Brandhofer. Als Naturtalent aus den Tiroler Bergen spricht er Josefstadt-Direktor Ernst Lothar vor, der ihm eine Hauptrolle anbietet. Die Presse bejubelt Brandhofers arische Schauspielkunst – um Tage später den Skandal aufzudecken und Reuss zu verdammen.
Die wahre Geschichte des Leo Reuss diente Felix Mitterer als Ausgangspunkt für sein Stück, in dem sich Arthur Kirsch in den Tiroler Benedikt Höllrigl verwandelt. Mitterer beschreibt keinen Schauspieler auf Arbeitssuche, sondern einen Gedemütigten, der der Welt den Irrsinn der Rassenideologie aufzeigt, indem er sie ad absurdum führt. Zum 70. Geburtstag Felix Mitterers inszenierte das Theater in der Josefstadt erstmals selbst dieses Stück, das einen Teil der Geschichte des Hauses erzählt.

Ein Gastspiel des Theaters in der Josefstadt, Wien
Zum 70. Geburtstag von Felix Mitterer


Regie: Stephanie Mohr
Bühne: Miriam Busch
Kostüme: Nini von Selzam
Musik: Stefan Lasko
Video: Philine Hofmann
Dramaturgie: Matthias Asboth

Mit:

Polacek, Schauspieler: André Pohl
Strassky, Schauspieler: Alexander Absenger
Kirsch, Schauspieler: Florian Teichtmeister
Helene Schwaiger, Kirschs Frau, Schauspielerin: Pauline Knof
Jakschitz, Schauspieler: Tobias Reinthaller
Olga, Schauspielerin: Alma Hasun
Meisel, Theaterdirektor: Peter Scholz
Eder, Bühnenmeister: Alexander Strobele
Goebbels: Claudius von Stolzmann
Höllrigl: Gerhard Kasal
Erster Gestapo-Beamter: Jörg Reifmesser
Zweiter Gestapo-Beamter: Matthias Böhm

 

Mittwoch, 21. November 2018 - Bozen, Waltherhaus
Donnerstag, 22. November 2018 - Bozen, Waltherhaus

Beginn: 20 Uhr
Einführung: 19.15 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden 50 Minuten, eine Pause
Special nach den Aufführungen: Nach-Theater

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