Im Irrenhaus „Les Cerisiers“ ist ein Mord gesche hen. Einer der Patienten, ein Physiker, der sich für Albert Einstein hält, hat eine Krankenschwester erwürgt. Polizeiinspektor Voss steht unter Druck, denn es ist schon der zweite Mord innerhalb weniger Monate. Ein weiterer Patient – ebenfalls ein Physiker, der sich für Isaac Newton hält – hat auch eine Krankenschwester auf dem Gewissen. Die Leiterin des Instituts, Frau Dr. von Zahnd, kann nun nur noch männliche Pfleger einsetzen. Noch ein dritter Physiker weilt in „Les Cerisiers“. Es ist Johann Wilhelm Möbius. Auch er wird schließlich zum Mörder. König Salomo habe ihn dazubeauf tragt. Doch das ist noch nicht die „schlimmstmögliche Wendung“, die Friedrich Dürrenmatt für seine Komödie vorgesehen hat. Denn von den Verrückten ist keiner wirklich verrückt, Frau Dr. von Zahnd dafür umso mehr. Während der Physiker Möbius die Welt vor seiner Weltformel retten will, haben andere längst nach ihr gegriffen.
Dürrenmatts schwarze Komödie handelt vom Wahnsinn auf dieser Erde, die vielleicht nicht mehr zu retten ist, deren Rettung aber doch die größte Sehnsucht bleibt. Robert Gerloff macht das häufig gespielte Stück mit Live-Musik, Videos und einem starken Ensemble zum überraschen den Erlebnis.







